Anfang des 20 Jahrhundert wurde das Grundstück Dahmestr. 6 in Grünau von dem Berliner Seglerverein 1907 erworben. Dieser Verein ging aus dem Berliner Canoe-Club (B.C.C) hervor. Er hatte sich zum Ziel gesetzt einen neuen Bootstyp, ein Mittelding zwischen Ruderboot und Segelyacht zu entwickeln.

Nach dem Erwerb des Grundstücks konnte 1910 , das für die damalige Zeit, moderne Bootshaus eingeweiht werden. Die Entwürfe hierfür stammen von dem Architekten Alexander Emil Ludovico Calandrelli ( 9. Mai 1834 in Berlin ; † 26. Mai 1903). In den 20er Jahren wurde aus dem B.C.C. der Berliner Seglerverein.

Nach dem 2. Weltkrieg wurde das Gebäude zeitweise vom russischen Militär als Unterkünfte für Soldaten genutzt. Später war es Erholungsheim, danach Jugendherberge.
Nach der Wende wurde es vom Berliner Senat aufgrund ungeklärter Eigentumsverhältnisse verwaltet und mit jeweils einem 2-Jahresvertrag an verschiedene Betreiber verpachtet. 1992 meldeten sich die Mitglieder des Berliner Seglerverein und erhielten die Immobilie zurück (2006). Seit 2008 wird die Immobilie unter neuer Führung wiederaufgebaut und als Hostel betrieben.
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Zwischen 1747 und 1753 wurde auf Anordnung Friedrich II. das Dorf „Grüne Aue“ gegründet und von 4 aus der Pfalz kommenden Kolonisten besiedelt. Ursprünglich wollten sie Weinbau betreiben, was allerdings an der unzureichenden Sonnenwärme und dem wenig fruchbaren märkischen Sand scheiterte. So lebten sie hauptsächlich von der von der Baumwollspinnerei und der Seidenraupenzucht. Im Jahr 1800 zählte Grünau 59 Einwohner.

1866 richtete die Berlin-Görlitzer Eisenbahn einen Haltepunkt in Grünau und mit der Einrichtung einer Anlegestelle der Berliner Dampfschifffahrtsgesellschaft entwickelte sich Grünau zu einem beliebten Ausflugsort. Theodor Fontane beschrieb in seinen“Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ die idyllische Lage von Grünau.

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